5. Cresta
Das Wappen entspricht demjenigen des Kreises Avers, das nach einem Siegel der Landschaft gestaltet wurde: der stehende Steinbock wurde durch die Schrägteilung ergänzt, um das Wappen von demjenigen des Gotteshausbundes zu unterscheiden.
Eine Rundnackenaxt (Ende Jungsteinzeit) und drei Grabfunde (3.-6. Jh. n.Chr.) weisen auf früheste menschl. Anwesenheit hin, doch ist das Tal wohl erst vom 11. Jh. an durch das Hospiz St. Peter auf dem Septimerpass mit einer rätorom. Bevölkerung besiedelt worden. Nach 1280 trafen aus dem Pomat (I) stammende deutschspr. Walser ein, die sich zunächst nur auf der obersten Talstufe niederliessen. Bis 1310-20 breiteten sie sich über das ganze Tal aus und verdrängten die rätoromanische Bevölkerung und deren Sprache. Die Walsersiedlung stand anfänglich unter Schutz der Stadt Como, im frühen 14. Jh. wurde das Bistum Chur Landesherr. Im Rahmen des Gotteshausbundes (ab 1367) verselbständigte sich das Avers, schloss 1498 ein Bündnis mit der Eidgenossenschaft und war ab 1524-26 Teil der Drei Bünde.
Mit 1960 m ü. M. ist Avers die höchste politische Gemeinde der Schweiz. Der zu Avers gehörige Weiler Juf gilt mit 2126 m ü. M. als höchstgelegene ganzjährig bewohnte Siedlung in Europa. Das ganze Obertal ab Cresta liegt über der Waldgrenze. In Cresta stehen die Gemeindekanzlei, die Schule (Primarschule, Einklassenschule für sechs Jahrgänge) und die Kirche.
Die Gemeinde besteht aus verschiedenen Fraktionen: Campsut (1668 m), Cröt (1715 m), Cresta (1958 m, Hauptort der Gemeinde), Pürt (1921 m), Am Bach (1959 m), Juppa (2004 m), Podestatsch Hus (2046 m) und Juf (2126 m). Durch das Averstal fliesst der Averser Rhein.
1895 erfolgte mit dem Strassenbau der Anschluss an das kantonale Verkehrsnetz, doch setzte erst mit dem Bau des Staubeckens im Valle di Lei 1958-63 (Wasserzinsen, Stromversorgung, Ausbau der Zufahrtsstrasse zur A 13) ein Aufschwung ein.
Das ganze Avers hatte 1850 290 Einwohner und Cresta erhielt zu diesem Zeitpunkt eine Postablage.
Der Pfarrer und Chronist Nicolin Sererhard berichtet, im Jahre 1622 sei in der Kirche zu Conters ein schönes schneeweisses Lämmlein erschienen, was die Bevölkerung zum Aufstand gegen die österreichische Herrschaft veranlasst habe.
Der 1290 als Cunters erwähnte Ort gehörte in den Drei Bünden zum Gericht Klosters des Zehngerichtenbundes. Durch die von Klosters her einwandernden Walser erfolgte im 15. Jahrhundert der Wechsel von der rätoromanischen zur deutschen Sprache.
Conters hatte 1850 195 Einwohner und erhielt eine Postablage.
1850 bis 1870
wie oben
wie oben
Damals war es gebräuchlich, dass die Post über den Splügenpass nach Chiavenna (Italien) und von dort ins Bergell transportiert wurde.
(Durchgangsstempel Castasegna 21. März auf der Rückseite)
1870 bis 01.01.1896
wie oben
wie oben
01.01.1896 bis 01.11.1929
01.11.1929 bis 1939
1939 bis 16.09.1959
wie oben
16.09.1959 bis 01.06.1967
01.06.1967 bis 18.10.1980
wie oben
alte Post in Cresta…
…und heute kann man hier seine Ferien verbringen.
20.10.1980 bis 02.06.1984
wie oben, aber als Wertbrief
Die “neue” Post im übernächsten Gebäude
neue Postleitzahl
04.06.1984 bis 30.05.2009
Letzttag